Ungefähr 40 km von Willingen entfernt liegt Bad Arolsen, bekannt durch das Residenzschloss. Teile des Schlosses, das von der Familie des Fürsten Wittekind zu Waldeck und Pyrmont bewohnt wird, stehen zur Besichtigung offen. Dazu gehört der Steinerne Saal, der mit faszinierenden Deckengemälden und Stuck prunkvoll herausgeputzt ist. Im Weißen Saal gibt es unter anderem Gemälde von Tischbein zu bestaunen. Daneben kann man noch weitere Zimmer, wie das Musikzimmer, das Kronprinzenzimmer oder den Roten Salon besichtigen. Im Vorhof des Schlosses, in dem die spätere Königin der Niederlande, Königin Emma, geboren wurde, befindet sich unter anderem eine Orangerie und ein idyllisches Gärtnerhaus. Bad Arolsen darf sich nicht umsonst „Barockstadt“ nennen, finden sich doch viele barocke Bauwerke in dieser Stadt an der Fachwerkstraße. Bei einem Altstadtrundgang begegnet man unter anderem dem Hofbrauhaus, dem Amtsgericht oder dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbauten Rathaus, dessen ursprünglicher Zweck der Regierungssitz war. Durch den Stadtkern führt die „Große Allee“. Heute spaziert man unter ehrwürdigen Eichen auf der Allee entlang, die auf Geheis des Fürsten Georg Friedrich angelegt wurde. Ein herausragender Bildhauer des Klassizismus, Christian Daniel Rauch, erblickte in Bad Arolsen das Licht der Welt. Im früheren Marstall hat man ein Museum eingerichtet, in dem man einen Einblick in sein Werk erhält. Der „Hoppenhof“ war das Geburtshaus des Künstlers. Das malerische Fachwerkhaus im typischen Schieferkleid kann ebenso besichtigt werden.
Ein weiterer Ausflug, der in Kürze von einem Willingen Ferienhaus aus erreicht werden kann, ist Korbach. Auch hier ist die Altstadt noch sehr gut erhalten. Wer sich näher für die tausendjährige Stadtgeschichte interessiert, sollte an einer der Führungen teilnehmen, die hier angeboten werden. Neben allgemeinen Stadtführungen finden auch speziell für Jugendliche und Kinder gestaltete Führungen statt oder man lernt Korbach bei Nacht kennen. Besonders erwähnenswert ist die Fossilienfundstätte „Korbacher Spalte“ und das Goldbergwerk, in dem ebenso Führungen stattfinden. Im Mittelalter wurde hier wirklich Gold abgebaut. Auf dem Eisenberg kann man sich verschiedenen Rundgängen anschließen, um die Arbeit der Goldgräber zu erkunden. Die Burgruine lädt zur Besichtigung ein und vom Georg-Viktor-Turm aus, verschafft man sich einen Überblick über das gesamte Gebiet. Die Rundgänge dauern zwischen 1,5 und 5 Stunden.
In nur 15 km Entfernung von den Willingen Ferienwohnungen aus liegt Brilon. Die Stadt blickt ebenso auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurück. Schon im Jahre 973 fand Brilon urkundliche Erwähnung. Das Stadtbild ist auch hier von Fachwerkhäusern geprägt, deren weiße Fassaden sich vom dunklen Schiefer abheben. Bei einem Stadtrundgang durch die reizende Altstadt begegnet man einem wichtigen Wehrturm, dem Derker Tor. Er ist ein Relikt der alten Stadtmauer, welche die Stadt einst vor unerwünschten Eindringlingen schützte. Das Rathaus war früher ein Gildehaus und wurde bereits Mitte des 13. Jahrhunderts gebaut. Die Barockfassade, die sich dem Marktplatz zuwendet, bekam ihr Antlitz in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Johann Matthäus Kitz ist es gelungen, Gotik und Barock in Einklang zu bringen. Sankt Petrus, der Schutzpatron Brilons, blickt von seinem Sockel herab. Hinter dem Rathaus erhebt sich mit mächtigem Westturm die Propsteikirche St. Petrus und Andreas. Die Hallenkirche stammt ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam am Steinweg die Nikolaikirche hinzu, deren Merkmal die Altäre und die kunstvollen Figuren sind. Im Winter kann man hier anrührende Kerzenkonzerte miterleben, die von namhaften Künstlern aus aller Welt mitgestaltet werden.
Die Bruchhauser Steine hat man in kurzer Zeit erreicht. Sehen kann man, die aus vulkanischer Tätigkeit entstandenen Felsgebilde, die auf dem Istenberg thronen, schon von Weitem. Ausgrabungen deuten darauf hin, dass diesem Ort in unserer Vorgeschichte eine besondere Bedeutung beigemessen wurde. Einige Fundstücke werden auf 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung datiert. An den Wegen finden sich Tafeln, die von dieser Wallburg und Kultstätte erzählen.
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